Hintergrund

Allgemeine Infos zu Beginn:

Du bist interessiert, verstehst aber nur „Badgehof?“ Kein Problem, hier kannst du dich ein wenig einfuchsen und dir anlesen, worum es eigentlich geht!

Manager fahren zur Manager-Schulung, Lehrer gehen zur Lehrer-Fortbildung, aber was machen erfahrene Pfadfinderleiter? Für diese Zielgruppe gibt es das Woodbadge Training (WBT; „Woodbadge“ weil als Insignie für die erfolgreiche Teilnahme zwei Holzklöppel an einer Lederschnur verliehen werden). Das WBT versteht sich als hochwertiges Training für alle, die ihre Führungstätigkeit reflektieren möchten und deren Jugendleiter-Kurs schon länger zurückliegt (mind. fünf Jahre). Das gesamte Training dauert etwa 1,5 Jahre und besteht aus den Teilen:

1.) Vorbereitende Aufgaben

2.) Kurs (ca. 8 Tage)

3.) praktisches Abschlussprojekt inkl. schriftlicher Abschlussarbeit.

Der Woodbadge-Flyer gibt hier einen ersten Überblick. Ebenfalls hilfreich ist die grundlegende Woodbadge-Ordnung. Diese bildet den Rahmen für unsere Arbeit.

Große Konzerne und Banken schicken ihr Führungspersonal zu aufwendigen Managerseminaren, um sie fit für ihren Arbeitsalltag zu machen – wir erreichen selbiges durch das WBT, da wir selbstverständlich die klassische Pfadfinderpädagogik übernehmen – aber auch kritisch reflektieren (z.B.: Learning by doing, Prinzip der kleinen Gruppe, Look at the boy/girl). So werden die Teilnehmer in Kurssippen eingeteilt und durchlaufen als solche das Training.

Etwas tiefer in die Materie führt das Expose, sogar bebildert!

Hier ein Auszug aus demselbigen:
Das Woodbadge Training (WBT) ist eine traditionsreiche Qualifikationsmaßnahme für erfahrene Pfadfinderleiter. Ihre Ursprünge gehen auf Lord Baden-Powell zurück, der 1919 erstmals einen Woodbadge-Kurs im Gilwellpark bei London durchführte, um sie in Pfadfinderpädagogik zu trainieren. Heute ist es eine international durchgeführte und anerkannte Form von Fortbildung für Erwachsene, die sich schon länger in der Pfadfinderarbeit engagieren und ihre eigene Rolle und Position in der Gruppe reflektieren möchten. Der  Arbeitskreis kann regelmäßig (einmal pro Jahr oder alle zwei Jahre) sog. WB-Reunions mit allen WB-Trägern durchführen. Hier stehen Austausch, Wiedertreffen und inhaltliche Impulse in einem guten Verhältnis. Dies ist eine attraktive Form von Erwachsenenbildung.

“The Scoutmaster must be alert to check badge hunting as compared to badge earning.”

An dieser Stelle möchten wir euch einmal die Zeichen vorstellen, die das erfolgreiche Absolvieren der Woodbadge Prüfungen mit sich bringt. Diese haben nicht wir selbst uns ausgedacht, sondern leiten sich von den Erkennungszeichen ab, die BiPi seinem engsten Unterführer- bzw. Leiterkreis dereinst selbst verlieh. Diese Kennzeichen haben einen weltweiten Wiedererkennungswert.

MacLarenTuch_3

Zum einen wäre das internationale Woodbadge-Halstuch, welches lachsfarben, also blass rosa ist. In der Spitze ist ein McLaran Tartan aufgenäht, welcher auf die Familie zurück geht, die den Gilwell Park an die Pfadfinderbewegung stiftete. Das Tuch wird über dem Hemdkragen getragen, nicht wie bei regulären Halstüchern üblich darunter. Es weist einen als Mitglied der First Gilwell Park Scout Group aus. Gehalten wird von einem Knoten, welcher Türkenbund heißt und aus dickem Lederband geflochten ist. Hinzu kommen die hölzernen Klöppel an einer Lederschnur, die oberhalb der Klöppel zu einem Diamantknoten zusammengeschnürt wird. Die Klöppel, auch Woodbadges, die für den Kurs namensgebend sind gehen auf eine Halskette zurück, die der afrikanische Stammesleiter Dinizulu einst persönlich an BiPi übergab. Aus der Kette verlieh er die Abzeichen an die Teilnehmer des Woodbadge. Die Anzahl der Klöppel gibt hierbei Auskunft über die Stellung innerhalb der WB-Gemeinschaft. Von zwei (Absolvent) über drei (WB-Mitarbeiter), vier (WB-Beauftragter des Pfadfinderbundes), fünf für den nationalen WB-Leiter (in Deutschland nicht üblich, da hier alle Verbände ihr eigenes Training haben) bis hin zu maximal sechs für den Camp Chief des Gilwell Park, einstmals also Baden-Powell selbst. Es ist jedoch aus Respekt gegenüber BiPi inzwischen üblich, dass auch der aktuelle Camp Chief nicht mehr als fünf Klöppel trägt.